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Rekordwert der F&E-Finanzierung durch die Forschungsprämie

  • 31. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Die steuerliche 14%-Gutschrift erreicht 2026 in Österreich ein neues Hoch von 1,3 Milliarden Euro.



Die Forschungsprämie zählt seit Jahren zu den wichtigsten und zukunftssichersten Finanzierungsinstrumenten für den F&E-Standort Österreich. Was im Jahr 2002 als gezielter steuerlicher Anreiz ins Leben gerufen wurde, hat sich kontinuierlich zu einem zentralen Pfeiler der österreichischen Innovationspolitik entwickelt. Mit der schrittweisen Erhöhung der steuerlichen Gutschrift auf 14 % (seit dem Veranlagungsjahr 2018) bietet das Instrument Unternehmen genau jene Rechts- und Planungssicherheit, die für langfristige High-Tech-Investitionen unerlässlich ist.


Die aktuellen Daten der Statistik Austria und des Österreichischen Forschungs- und Technologieberichts 2026 belegen nun einen historischen Meilenstein: Für das Jahr 2026 wird das Finanzierungsvolumen durch die Forschungsprämie erstmals auf den Rekordwert von 1,3 Milliarden Euro (1.300 Mio. €) prognostiziert.


Die Entwicklung der Forschungsprämie im Überblick


Ein Blick auf die Zahlen der letzten Jahre verdeutlicht die enorme Dynamik der Forschungsprämie in Österreich:

Jahr

Volumen FP

F&E-Gesamtausgaben

Anteil der FP

an F&E

FP im Verhältnis

zum BIP

2022

760 Mio. €

14,30 Mrd. €

5,31 %

0,17 %

2023

943 Mio. €

15,40 Mrd. €

6,12 %

0,19 %

2024

1.163 Mio. €

16,51 Mrd. €

7,04 %

0,24 %

2025

1.125 Mio. €

17,39 Mrd. €

6,47 %

0,22 %

2026

(Prognose)

1.300 Mio. €

17,63 Mrd. €

7,37 %

0,25 %

Hinweis: Während 2025 aufgrund von Abrechnungsverläufen ein kleiner Zwischenstopp auf 1.125 Mio. € zu verzeichnen war, steigt der Wert für 2026 auf den Allzeit-Rekord von 1.300 Mio. € .



Gesamtausgaben & Forschungsquote: Österreich im Spitzenfeld der EU


Die heimischen Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung wachsen kontinuierlich weiter. Laut der Globalschätzung der Statistik Austria steigen die Investitionen im Jahr 2026 auf 17,63 Milliarden Euro.


  • Top-3 in der EU: Mit einer prognostizierten Forschungsquote von 3,34 % des BIP im Jahr 2026 (nach dem Rekordwert von 3,39 % im Jahr 2025) übertrifft Österreich durchgehend das europäische 3%-Ziel. Österreich belegt damit im EU-Vergleich weiterhin einen dauerhaften Spitzenplatz unter den Top-3-Forschungsnationen.


Das Verhältnis der Forschungsprämie zum BIP und zur F&E-Finanzierung


Im volkswirtschaftlichen Gefüge erfüllt die Forschungsprämie eine Doppelrolle:


  1. Anteil am F&E-Budget: Mit 1,3 Milliarden Euro finanziert die Forschungsprämie im Jahr 2026 7,37 % des gesamten F&E-Volumens Österreichs. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei 4,73 %.

  2. Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP): Setzt man die Forschungsprämie ins Verhältnis zum gesamten Bruttoinlandsprodukt, macht die Prämie rund 0,25 % des BIP aus.


Dies zeigt, dass der Staat über die steuerliche Rückvergütung einen beachtlichen Teil der Wirtschaftsleistung direkt in die Hebelung privater Forschungsaktivitäten umleitet.


Warum die Forschungsprämie der entscheidende Standortfaktor ist


Im internationalen Wettbewerb um Schlüsseltechnologien (wie KI, Halbleiter, Quantentechnologie und Grünen Wandel) punkten Standortentscheidungen vor allem durch Stabilität und Unbürokratie:


  • Unabhängig von Gewinnen: Die Forschungsprämie wirkt als direkte Barauszahlung über das Finanzamt – sie nützt Start-ups, KMUs und Großbetrieben auch in Phasen, in denen (noch) keine Ertragsteuern anfallen.

  • Breitenwirksam: Sie deckt sowohl eigene Personalkosten und Sachaufwendungen als auch Auftragsforschung ab.

  • Hebel für die Industriestrategie 2035: Mit der ambitionierten Industriestrategie 2035 und dem FTI-Pakt will Österreich die Forschungsquote weiter ausbauen. Die Forschungsprämie bildet dafür das solide Fundament, auf dem unternehmerischer Mut aufbaut.


HIER können Sie ein kostenloses Erstgespräch mit unseren Experten für Ihre Forschungsprämie anfragen.

 
 
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