Rechnungshof hinterfragt Forschungsprämie
Aktualisiert: 28. Sept.

Der Rechnungshof hat am 18. September 2026 seinen aktuellen Bericht zur Forschungsprämie veröffentlicht. Das Instrument ist mit mittlerweile rund 1,2 Mrd. Euro jährlichem Volumen sehr bedeutend - daher empfiehlt der Rechnungshof dem Finanzministerium, Umfang, Zweckmäßigkeit und Treffsicherheit der Forschungsprämie kritisch zu hinterfragen. Künftig könnte das Instrument stärker auf strategische Schwerpunkte in Forschung, Technologie und Innovation (FTI) sowie auf Schlüsseltechnologien ausgerichtet werden.
Die Forschungsprämie beträgt derzeit weiterhin 14 % der prämienbegünstigten F&E-Aufwendungen. Der Rechnungshofbericht selbst ändert die geltende Rechtslage nicht.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass die Frage nach der klaren Abgrenzung von Forschung und experimenteller Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen könnte.
Denn wenn sich die Diskussion künftig stärker in Richtung Treffsicherheit und Zielorientierung bewegt, wird eine Frage noch wichtiger:
Was genau macht ein Projekt zu Forschung und experimenteller Entwicklung – und wie lässt sich das nachvollziehbar belegen?
Gerade bei komplexen Entwicklungsprojekten ist die Antwort nicht immer offensichtlich.
Ist die Entwicklung einer neuen Softwarelösung bereits F&E?
Wo endet klassische Produktentwicklung?
Wann liegt eine technische Unsicherheit vor?
Welche Rolle spielen Experimente, Prototypen und Fehlversuche?
Und wie unterscheidet sich der eigene Lösungsweg vom bestehenden Stand der Technik?
Genau hier liegt der Mehrwert einer professionellen F&E- und Förderberatung.
Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigenen F&E-Aktivitäten strukturiert zu analysieren – bevor sich die Rahmenbedingungen möglicherweise verändern.
Denn eine gute Forschungsprämienstrategie beginnt nicht beim Antrag, sondern bei der Frage:
Welche technologische Herausforderung wurde tatsächlich gelöst – und welches neue Wissen ist dabei entstanden?
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